Wissen & Information

Was ist Wissen?

Wissen sind alle Kenntnisse, die wir aufnehmen und aus dem Gedächtnis wieder abrufen, sie also ins Bewusstsein holen. Die Kenntnisse können nicht nur visuell und akustisch, sondern auch durch den Geruchs- Geschmacks- und Tastsinn erworben werden. Man ist sich einig, dass Wissen auch bereits im Erbgut vorhanden ist, welches beispielsweise das Erlernen der ersten Sprache eines Kindes erleichtert. Mit dem Thema Wissen befasst sich ein breiter Bereich der Wissenschaften, angefangen von der Philosophie, der Psychologie und den Sozialwissenschaften, bis zur Gehirnforschung und Neurologie. Jeder Bereich hat einem anderen Blickwinkel. Mal ist der Fokus auf der Abgrenzung von Wissen zur Vermutung oder zum Glauben, wie etwa in der Philosophie, mal auf der Wieder- und Weitergabe des Wissens, wie in der Psychologie und den Sozialwissenschaften. Die Gehirnforschung und Neurologie befasst sich dagegen mit der Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung der Kenntnisse im Gehirn.

Wissen kann zufällig entstehen, durch unvorhergesehene Entdeckung eines Sachverhalts oder, wissenschaftlich durch systematische Erforschung. Diese primäre Entstehung von Wissen unterscheidet man von der sekundären Aneignung durch Erlernen.

Wissen aneignen: Sich Wissen anzueignen ist die Hauptaufgabe von jedem Schüler und Studenten, aber auch im Berufsleben ist die Fähigkeit, schnell und nachhaltig Informationen aufnehmen zu können, von enormem Vorteil. Diese Fähigkeit trägt nicht unerheblich zu dem bei, was im allgemeinen als Intelligenz verstanden wird, hier spielen allerdings noch andere Faktoren ein Rolle. Viele Informationen die wir aufnehmen, sind schnell wieder vergessen. Andere bleiben im Unterbewusstsein verborgen und stehen uns nicht zum Abruf aus dem Gedächtnis bereit. Sie werden erst durch bestimmte Ereignisse, die mit jenen Informationen in Verbindung stehen, in das Bewusstsein geholt.

Um sich effektiv Wissen anzueignen, Informationen also im Langzeitgedächtnis zu speichern, gibt es verschiedene Techniken, auch Mnemotechniken genannt. Hier werden die Informationen, sei es die Einkaufsliste, ein Text aus einem Fachbuch oder Vokabeln einer Fremdsprache emotional mit Geschichten oder vertrauten Gegenständen verknüpft, wodurch sich die Einprägsamkeit deutlich erhöht. Dadurch ist die Lernkurve deutlich steiler als bei der herkömmlichen Methode durch Wiederholung. Es erfordert allerdings Übung, da unserer Gehirn erst trainiert werden muss, emotionales mit rationalem zu verbinden.